Thomas G. Bauer-Haberbosch



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Supernova 2002

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Atelier Haberbosch

Projekt Supernova 2002

Projektbeschreibung

Am Anfang war der Urknall. Schon in der ersten Sekunde bildeten sich die Grundbausteine der Atome: Protonen, Neutronen und Elektronen. In der folgenden sog. Strahlungs-Ära, die etwa eine Million Jahre dauerte, verschmolz zu Beginn ein Teil des Wasserstoffs zu Helium. Noch schwerere Elemente konnten nicht oder nur in verschwindend geringen Mengen aufgebaut werden, da die Temperaturen alsbald stark absanken. In der nun folgenden Materie-Ära, die heute noch andauert, bildeten sich aus den Wasserstoff- und Heliumwolken die ersten Galaxien und Sterne.

Die erste Generation der Sterne bestand also praktisch nur aus Wasserstoff und Helium. Alle anderen Elemente wurden erst durch Kernfusion in ihrem Inneren verschmolzen. Am Ende eines Sternenlebens - wenn der größte Teil seines »Brennstoffs« verbraucht ist wird die äußere Hülle des Sterns mit hoher Geschwindigkeit explosionsartig abgestoßen; die dabei freiwerdende Energie ist so groß, dass der Stern an Helligkeit alle anderen um ein viele Millionenfaches überstrahlt. Dieser Vorgang wird in der Astronomie Supernova genannt.

Die abgestoßene Hülle dieser Sterne der ersten Generation verteilte sich im Universum und vermischte sich mit weiterem Wasserstoff und Helium. Die daraus entstehenden Sterne der späteren Generationen - unsere Sonne gehört dazu - enthielten nun etwa zwei Prozent schwere Elemente wie Kohlenstoff, Sauerstoff, Stickstoff usw.

Unser Planet ist nun eine Ansammlung vor allem dieser schweren Elemente - und damit auch wir. Wir bestehen aus den Überresten der Sterne der ersten Generation.

Das in der Supernova auftretende Verteilen der Elemente auf die Umgebung wird in diesem Projekt aufgegriffen: 34 Schals repräsentieren die Haupt­gruppenelemente der ersten 5 Perioden im Periodensystem der chemischen Elemente. Wie in letzterem sind in den Schals Ordnungszahl, Symbol, Name und mittlere Atommasse codiert. Jeder Schal kann einzeln erworben werden. Damit verläßt der den Ort der Präsentation und wird als ein Teil des Werkes in die Welt getragen.

Ausstattung

34 handgewebte Schals inklusive Kartonschachtel (24 x 24 x 2 cm) und Beschreibungsblatt (bereits veräußerte Schals werden durch schwarze Kartonquadrate ersetzt)

1 Periodensystem der Elemente (Hauptgruppen, 5 Perioden) auf Karton, 89,5 x 59,3 cm

2 Projektbeschreibungen auf Karton, 26 x 26 cm

1 Präsentationstisch aus Kappaplatten, 220 x 137,5 x 71 cm

Die Schals

Materialien

Kette: mercerisierte Baumwolle

Das Schußmaterial hängt von der Hauptgruppe des Elements ab.
Elemente der 1., 4., 5. und 8. Hauptgruppe: mercerisierte Baumwolle
Elemente der 2. und 7. Hauptgruppe: Leinen
Elemente der 3. und 6. Hauptgruppe: 70% Schurwolle / 30% Cashmere

Die Länge der Schals variiert von 140 bis 179 cm, im Wesentlichen mit der Ordnungszahl des dargestellten Elements zunehmend. Die Breite beträgt bei allen Schals 22 cm.

Daten in den Schals

Alle Daten zu einem Element die im Periodensystem aufgeführt sind, wurden in das Muster des Schals eingewebt. Meist wurde dazu das Morsealphabet verwendet.

Beispiel: Lithium
(zum Vergrößern anklicken)

Detail aus den Schal "Lithium":
quer Ordnungszahl, längs chem. Symbol
(zum Vergrößern anklicken)

Der Morsecode

A .- I .. R .-. 0 -----
Ä .-.- J .--- S ... 1 .----
B -... K -.- T - 2 ..---
C -.-. L .-.. U ..- 3 ...--
CH ---- M -- Ü ..-- 4 ....-
D -.. N -. V ...- 5 .....
E . O --- W .-- 6 -....
F ..-. Ö ---. X -..- 7 --...
G --. P .--. Y -.-- 8 ---..
H .... Q --.- Z --.. 9 ----.
Komma --..--

Das Periodensystem

(zum Vergrößern anklicken)

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